Erfahrungsbericht - Heinricht Popow - Mitarbeiter, Spitzensportler und Kunde von APT Prothesen

Heinrich
Popow

Einschränkungen überwinden und Normalität genießen.

Heinricht Popow - Mitarbeiter und Sportler bei APT

Seine Lebensgeschichte ist bewegend – seine Lebenseinstellung bemerkenswert. Nach der Krebs­diagnose war Heinrichs größte Angst gar nicht die Amputation selbst, sondern viel mehr die Sorge davor, seine Freunde zu verlieren. „Ich wollte nicht als letzter gewählt werden, wenn wir im Sport­unterricht Fußballteams zusammenstellen.“

Es brauchte unzählige Gehversuche, diverse Prothesen und vor allem ein unerschöpfliches Durchhaltevermögen. Heinrich hat gekämpft, weder die Schule versäumt noch seine Freunde verloren. Er ist erfolgreicher Leistungssportler geworden, Welt- und Europameister im 100 Meter Lauf und ein junger aktiver und vor allem glücklicher Mann, der sein Leben im Griff hat. „Wenn mich einer fragt, wie das Leben mit Prothese ist, sage ich: Völlig normal, fühlt sich so an wie ein gut sitzender Schuh. Ich kenne keine Einschränkungen.“

„Man sollte sich nicht darüber definieren, was man nicht kann,  sondern über das, was man kann!“

Der Kampf um gesellschaftliche Akzeptanz ist herausfordernd, das hat Heinrich immer wieder erfahren müssen. „Es herrschen Berührungsängste, da viel zu wenig zum Thema Amputation aufgeklärt wird. Jeder will etwas Gutes tun, verschlimmert aber dadurch meist die Situation. Als Amputierter bekommt man meist nur vorgehalten, was man nicht kann – nicht aber, was man kann.“

Thomas Kipping war es, der den damals Jugendlichen ernst genommen hat, der mit ihm auf Augenhöhe gesprochen hat und ihm Normalität ermöglichte. Woche für Woche brauchte Heinrich neue Prothesen, da seiner Energie kaum etwas standgehalten hat. Er wollte am Leben teilnehmen, Sport treiben, herumtollen und sich nicht einschränken lassen. Er hat es geschafft, sich über den Sport eine Mobilität zu erarbeiten, die ihm auch den Alltag enorm erleichtert.

Das, was sein Orthopädietechniker damals zu ihm sagte, wurde zu seinem Credo: „Ich bau Dir die Prothese. Laufen musst Du!“ Heinrich hat diesen Punkt mehr als verstanden. Als Orthopädietechniker bei APT baut er heute selbst Prothesen, gibt seine Erfahrungen weiter und lebt die Philosophie: ein perfektes Team – mit Amputierten für Amputierte.